Rezepte für Feigen essen: So können Sie Feigen zubereiten Feigen essen: So können Sie Feigen zubereiten

Feigen zum Anbeten und Feigen zum Essen

Mehr als 750 Feigensorten sind weltweit bekannt. Die im östlichen Asien häufig anzutreffende Ficus religiosa gilt vielerorts als heilig. Buddha soll unter einem Baum dieser Spezies gesessen haben, als ihm die ultimative Erleuchtung zuteilwurde. Die alten Griechen ordneten die innen wie außen sinnlich anmutende Frucht umstandslos der Liebesgöttin Aphrodite zu; für die Römer stand das Vergnügen, Feigen zu essen, unter dem Schutz des Bacchus, der für Wein und diverse Rauschzustände verantwortlich zeichnete. 

Feigenbäume zählen nachweislich zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Die Ursprünge der essbaren Ficus carica als Kulturpflanze liegen sehr wahrscheinlich in Vorderasien, genauer: in Caria, einer heute zur Türkei gehörenden Region zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer. Die ältesten Erwähnungen des Feigenanbaus stammen aus der Zeit der assyrischen Hochkultur vor rund 5.000 Jahren.

Warum sind getrocknete Feigen monatelang haltbar?

Die beste Grundlage für hochwertiges Trockenobst liefern vollständig ausgereifte Früchte, in denen sich bereits ein hoher Zuckeranteil gebildet hat. In Ländern mit von Haus aus warmem, über Monate regenlosem Klima werden die Früchte zum Dörren in der Sonne ausgebreitet; bei der industriellen Herstellung von Trockenobst werden große Dörrautomaten oder andere Trocknungsgeräte verwendet.

Im Verlauf der Trocknung verdunsten mindestens 80 Prozent der im Obst enthaltenen Feuchtigkeit. Dadurch erhöht sich die Konzentration des Zuckers, was die Haltbarkeit der Früchte ebenfalls erhöht. Indem das Dörren dem Obst fast das ganze Wasser entzieht, vernichtet es auf natürliche Weise auch fäulnisbildende Mikroorganismen und Bakterien.

Getrocknete Feigen kaufen - welche Rolle spielt die Farbe?

Industriell hergestelltes Trockenobst kann von ausgezeichneter Qualität sein. Vorsicht sollten Sie allerdings walten lassen, wenn es in den leuchtenden Farben frischer Früchte prangt. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass das Obst zusätzlich mit farberhaltendem Schwefel behandelt wurde. Wer einen empfindlichen Magen hat, kann auf ungeschwefelte Feigen ausweichen.

Doch nicht nur, weil sie bekömmlicher sind, lohnt es sich, Feigen zu kaufen, die ohne den Einsatz von Schwefel getrocknet wurden. Lassen Sie sich nicht von ihrer unscheinbaren, blass- bis dunkelbraunen Farbe täuschen: Sie schmecken wesentlich intensiver als ihre geschwefelten Schwestern und sind deshalb auch besser zur Weiterverarbeitung in der Küche geeignet.

Der besondere Geschmack der Feige

"Eine wirklich gute Feige sieht meistens so aus, als würde sie jeden Moment aus ihrer Haut platzen. Auf leichten Druck hin gibt sie ein wenig nach und bleibt eingedellt. Sie muss beinahe cremig-süß schmecken, weich und saftig", konstatiert der populäre Koch und Restaurantbesitzer Yotam Ottolenghi.

Auch wenn er hier von dem einzigartigen Genuss spricht, den es bereitet, reife Feigen mit Schale zu essen: In seinen durch seinen mediterran und orientalisch inspirierten Kochbüchern und -videos mischen frische und/oder getrocknete Feigen in zahlreichen Gerichten mit. Sie sind Hauptdarsteller, wie etwa im "Feigenküchlein mit Salzkaramell-Kokos-Topping" (in "SWEET. Süße Köstlichkeiten") oder wirken als aromatische Ingredienz im "Lammbällchen mit Berberitze, Joghurt und Kräutern" mit (siehe "Jerusalem. Das Kochbuch").

Sonnengetrocknete Feigen als Bereicherung der Alltagsküche

Haben Sie den Eindruck gewonnen, Feigen zu essen oder mit ihnen zu kochen sei eine Extravaganz wohlhabender Gourmets und Spitzenköche? Richtig ist eher das Gegenteil: Im Mittelmeerraum und im Vorderen Orient sind getrocknete Feigen seit Jahrtausenden ein Bestandteil der täglichen Ernährung. Dank ihrer Verbindugn aus Inhaltsstoffen mit ausgeprägter Süße zählen sie zu den wichtigsten Trockenfrüchten. Wer die Süße der Früchte in seinen Ernährungsplan integrieren möchte, sollte gleich eine größere Menge getrocknete Feigen kaufen, denn sie schmecken

  • kleingeschnitten im Müsli
  • pur als Snack
  • als Zutat von Fruchtschnitten und Nussriegeln
  • in mediterranen und orientalischen Eintopfgerichten
  • in Saucen zu oder als Füllung von Rind- oder Wildfleischgerichten.
  • als vielseitig einsetzbare Backzutat
  • im Obstsalat (dazu ein Tipp: Legen Sie getrocknete und gewürfelte Feigen zuvor über Nacht in eine kleine Schüssel und gießen Sie so viel Wasser an, dass sie gerade bedeckt sind.)
  • ... und so fort.

 

Getrocknete Bio-Feigen zu essen, hilft der Umwelt

An einem Baum der Sorte Ficus carica reifen bis zu dreimal im Jahr Feigen heran – das allerdings nur in den Monaten Juli bis September. Prinzipiell könnten wir das ganze Jahr über frische Feigen essen. Angebaut wird die Echte Feige nämlich längst nicht mehr nur im Mittelmeerraum und im Vorderen Orient, sondern auch in Ostasien und in Übersee, zum Beispiel in Südafrika, Kalifornien und Australien. Frische Feigen zu kaufen, die außerhalb der eigentlichen Saison imprtiert werden müssen, hinterlässt jedoch einen ökologischen Fußabdruck – vom Anbau in fossil beheizten Gewächshäusern bis zum Transport auf dem Luftweg. Getrocknete Feigen sind daher eine tolle Alternative.

Im Tali-Shop sonnengetrocknete Feigen kaufen

Unsere ungeschwefelten getrockneten Feigen aus der Türkei liefern wir in Abpackungen zu 100 oder 250 g. Bei der Verpackung haben Sie die Wahl zwischen dem stabile Kunststoff-Standbodenbeutel, der lange Haltbarkeit garantiert, oder der nachhaltig produzierten Papiertüte, bei der sich ein schneller Verbrauch des Inhalts empfiehlt.

Die Praktischen: Feigenstücke für Müsli, Kuchen & Co

Perfekt geeignet als besondere Zutat in Kuchenteig, Frühstücksbrei oder Müsliriegel präsentieren sich unsere gleichmäßig gewürfelten Feigenstücke.

Sonnengetrocknete Feigen aus kontrolliert biologischem Anbau

Falls Sie Wert auf nachhaltigen Anbau legen und am liebsten getrocknete Bio-Feigen kaufen, möchten wir Ihnen unsere Feigen aus Bio-Anbau ans Herz legen.

Und schließlich: eine besondere Rarität – wilde Feigen aus dem Süden Persiens

Im iranischen Zagros-Gebirge wächst die Shiraz- oder Zwergfeige heran. Die kugelrunden Früchte trocknen im Wüstenwind und sind der perfekte Snack für zwischendurch. Mehr über diese naturbelassene Köstlichkeit erfahren Sie hier.

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