Rezepte für Süßholz – Nicht nur süßlich im Geschmack, sondern auch vielseitig in der Anwendung Süßholz – Nicht nur süßlich im Geschmack, sondern auch vielseitig in der Anwendung

Aus den Wurzeln von Süßholz wird nicht nur Lakritze hergestellt, sondern sie dienen auch als Heilmittel bei verschiedenen körperlichen Beschwerden. Beispielsweise wirkt Süßholz entzündungshemmend und wird daher bei Erkältungen als Tee eingenommen. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr zu Verwendung und Wirkung von Süßholz.

Süßholz – Aussehen und Herkunft

Der botanische Name von Süßholz ist Glycyrrhiza glabra. Es wächst als eine mehrjährige Staude, die zwischen einem und zwei Meter hoch wird und deren Triebe verholzen. Die Wurzel ist gelb, ebenfalls holzig und bildet unterirdisch weit ausgedehnte Ausläufer.

Die Pflanze ist im Mittelmeergebiet und in Westasien beheimatet und trägt viele kleine Blüten, die blauviolett bis weiß gefärbt sind. Die Blütezeit ist von Anfang August bis Mitte Oktober. Sie ist ein Vertreter der Familie der Hülsenfrüchte und hat daher die für diese Pflanzen typischen Schmetterlingsblüten.

Den Namen Süßholz hat die Pflanze durch ihre süßlich schmeckenden Wurzeln und deren Ausläufer bekommen. Die Süßholzpflanze lässt sich auch an ihren charakteristischen Blättern erkennen. An den aufrecht wachsenden Stängeln stehen sich immer jeweils zwei davon gegenüber. Der Stängel selbst ist behaart, die Blätter aber nicht. Die einzelnen Blätter haben eine rundliche Form, die zum Ende hin spitz zuläuft. Sie werden bis zu 6 cm lang, haben eine eher dunkelgrüne Färbung und sind leicht gewellt.

Für die Naturmedizin sind die Wurzeln von Süßholz relevant, vor allem in ihrer getrockneten Form. Der Geschmack von Süßholz ist wohl jedem bekannt, denn es ist der Hauptbestandteil von Lakritze. Auch bei dessen Herstellung werden die getrockneten Wurzeln verwendet.

Die Verwendung von Süßholz

Wie zuvor beschrieben, dient Süßholz im Bereich der Naturmedizin als Arzneimittel sowie im Lebensmittelbereich in Form von Lakritze als Genussmittel und wird auch zum Süßen von Speisen verwendet. Dabei spielen vor allem die Wurzeln von Süßholz mit ihren Ausläufern eine Rolle. Sie werden getrocknet und geschält, oder bleiben ungeschält und werden lediglich geschnitten.

Süßholz und seine Verwendung in der Küche

In der Küche ist Süßholz vor allem als natürliches Süßungsmittel von Bedeutung. Ein Beispiel dafür ist Süßholzsaft, der getrocknet und gemahlen ist und aus der Süßholzwurzel gewonnen wird. Er hat ein intensiveres Aroma als die Wurzel selbst und wird daher gerne zum Süßen von Lebensmitteln verwendet. Er bildet außerdem die Herstellungsgrundlage von Lakritz und dient als Aromastoff für viele Lebensmittel. Dazu zählen unter anderem Getränke wie Bier und verschiedene Teemischungen.

Die Süßkraft von Süßholz ist um die 50 Mal größer als die von üblichem Kristallzucker. Oft besteht die Ansicht, dass Süßholz ein Zuckeraustauschstoff ist, dem ist allerdings nicht so, denn die Wurzel enthält Glucose und Saccharose.

Süßholz kann als Zuckerersatz immer verwendet werden, wenn ein süßer Geschmack erwünscht ist. Die Benutzung von Kräutern wie Stevia ist zwar eine gängigere Variante, es kann aber auch Süßholz verwendet werden. So wird beispielsweise Gebäck gelegentlich neben Zucker zusätzlich mit Süßholz gewürzt.

Eine weniger weit verbreitete Verwendung, die aber interessant zu erwähnen ist, ist die Nutzung der Süßholzwurzel bei der Zubereitung von Fleischgerichten. Das Süßholz kann in das Fleisch gesteckt oder damit angebraten werden, um die natürliche Süße und die leichte Anisnote an das Fleisch abzugeben.

In der industriellen Produktion sind Süßholzwurzel und Süßholzsaft für die Herstellung von Lakritze relevant. Aber auch in Likören, Bieren und Bonbons wird Süßholz verwendet.

Die Herstellung von Lakritze

Um Lakritze in ihrer typischen Form herstellen zu können, müssen die Inhaltsstoffe aus der Süßholzwurzel extrahiert werden. Dazu werden zerkleinerte Wurzelstücke in einem Behälter mit Wasser ausgekocht.

Einige der Inhaltsstoffe, die in das Wasser übergehen, färben sich dabei schwarz, sodass die typische Färbung entsteht. Dieses wässrige Süßholzextrakt wird mit Stärke oder Mehl eingedickt. Außerdem werden andere Zutaten wie Anis, Salz, Fenchelöl, Glucosesirup und Gelatine dazugegeben und verrührt.

So entsteht eine formbare Masse. Meistens durch die Hilfe von Gießanlagen bekommen die Lakritze ihre typische Form. In der Industrie wird heute nicht immer genug Süßholz verwendet, um allein dadurch eine schwarze Farbe der Lakritze zu erzielen. Daher werden oftmals zusätzliche Stoffe verwendet, die die schwarze Färbung unterstützen.

Die Anwendung von Süßholz in der Naturmedizin

Nicht nur in der heutigen Naturheilkunde, sondern schon im Mittelalter galt Süßholz als wichtiges Heilkraut. Die gesamte Pflanzengattung der Süßhölzer wurde im Jahr 2012 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.

Schon im Mittelalter waren viele der Wirkungen, die in der heutigen Naturheilkunde eine Rolle spielen, bekannt. So wurde schon damals bei Magen- und Erkältungsbeschwerden die Einnahme von Süßholz empfohlen. Auch äußerlich wurde Süßholz in seiner pulverisierten Form angewendet und galt als Mittel gegen Augenausfluss und Geschwüren an Auge und Mund.

Im Bereich der Naturmedizin findet der aus der Süßholzwurzel gewonnene Süßholzsaft Anwendung bei Magenentzündungen und -geschwüren und wird vorbeugend gegen verschiedene Geschwüre angewendet.

Süßholzsaft kann als Tee eingenommen werden.  Dazu wird einfach ein Teelöffel Saft mit einer Tasse heißem Wasser aufgegossen und fünf Minuten ziehen gelassen wird. Danach sollten die festen Bestandteile sorgfältig ausgesiebt und der Rest des Süßholztees getrunken werden.

Durch die entzündungshemmende Wirkung wird sie in der Volksmedizin aufgrund ihrer entzündungshemmenden Art für sämtliche Formen von Entzündungen eingenommen wie beispielsweise bei Blinddarmentzündungen. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, schleimlösend und entkrampfend für Entzündungen der Atemwege bei Erkältungen. Zusätzlich wird der Süßholzwurzel eine verstopfungslösende und menstruationsfördernde Wirkung zugesprochen.

In der indischen Medizin wird sie auch bei Kopfschmerzen, Augenerkrankungen, Wunden und als Haarpflegemittel und Mittel gegen Ergrauung der Haare verwendet.

Die Süßholzwurzel kann ebenfalls als Tee getrunken werden. 4-5 g, das sind etwa ein bis zwei Teelöffel werden auf 150 ml Wasser verwendet. Das heiße Wasser wird einfach über die Bestandteile der Wurzel gegossen und etwa 10-15 Minuten ziehen gelassen. Danach ist der Süßholztee fertig und kann bei gewünschter Temperatur getrunken werden. Die Tagesdosis von Süßholz sollte 5-15 g nicht überschreiten.

Die medizinische Anwendung im Überblick:

  • Halsweh, Husten, Erkältung
  • Bronchitis
  • Schleimhautentzündungen der Atemwege
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Blähungen
  • Magenschmerzen und Magengeschwüren
  • Hautleiden

Süßholz kaufen – das sollte beachtet werden

Süßholzwurzeln werden in den letzten Jahren immer beliebter. Leider sind sie nur selten im Lebensmittelhandel zu finden, dafür aber bei uns im Shop.

Dort finden Sie nicht nur geschälte und geschnittene Süßholzwurzel, die sich hervorragend zur Zubereitung von Süßholztee oder der Herstellung von Lakritze eignet, sondern auch gemahlenen Süßholzsaft als Lakritzpulver. Das lässt sich vor allem gut als Gewürz und Süßungsmittel von Speisen und Getränken verwenden. Am besten achten Sie darauf, dass das Pulver nach dem Kauf dunkel aufbewahrt wird.

Schwangere und stillende Frauen sollten auf Süßholz verzichten. Süßholz enthält Glycyrrhizinsäure. Diese hemmt ein Enzym im menschlichen Körper, dass auch in der Plazenta enthalten ist. Ein starker Verzehr von Süßholz-Produkten würde die Cortisol-Konzentration im Körper des ungeborenen Babys erhöhen und dadurch die Entwicklung des Kindes stören.

Zudem kann der regelmäßige Verzehr den Blutdruck der Mutter erhöhen. In geringen Mengen bis zu 250 mg Glycyrrhizin in der Woche gilt der Verzehr allerdings auch in der Schwangerschaft als unbedenklich.

Auch Menschen mit Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck oder Leber- sowie Nierenerkrankungen sollten Süßholz-Produkte lieber nicht einnehmen, weil es zu Wechselwirkungen mit ihren Medikamenten und der Wirkung der Süßholzwurzel kommen kann. Sollten Sie sich unsicher sein, Fragen sie vor der Anwendung von Süßholz als Naturheilmittel Ihren Arzt. Dann steht einem Verzehr von Süßholz nichts im Weg.

Wie eben beschrieben, müssen bei der Verwendung von Süßholz ein paar Dinge beachtet werden. Das ist aber nicht weiter bedenklich, sondern unterstreicht lediglich die Wirksamkeit der Wurzel. Deshalb muss bei bestimmten Vorerkrankungen ausgeschlossen werden, dass in Verbindung mit anderen Medikamenten oder bestimmten Krankheiten Wechselwirkungen durch die Einnahme von Süßholz ausgelöst werden.

Ohne ärztlichen Rat sollte Süßholz nicht länger als 4-6 Wochen am Stück eingenommen werden. Das bezieht sich natürlich nur auf die Anwendung im Zuge der Naturmedizin beispielsweise als Süßholztee.

Eine Verwendung als Süßungs- oder Genussmittel betrifft eine zeitliche Begrenzung selbstverständlich nicht. Dort können problemlos bis zu 100 mg Glycyrrhizin am Tag verzehrt werden. Zum Vergleich: In Lakritze liegt der zulässige Wert von Glycyrrhizin bei 200 mg pro 100 g der Süßigkeit, sodass am Tag circa 50 g gegessen werden können.

Haben Sie jetzt den Duft von Lakritze in der Nase und haben Lust, es mal selbst zubereiten? Möchten Sie die positive Wirkung von Süßholz selbst testen, oder es zum Verfeinern von Speisen und Getränken verwenden? Dann schauen Sie bei uns im Shop vorbei, dort können sie direkt Süßholz online kaufen.

 

 

 

 

 

Zurück

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.